Corrosion

Korrosionsschutzbeschichtungen: Metallische, organische und Konversionsschichten erklärt

July 21, 2026By MontiPower1 Min. Lesezeit
Die kurze Antwort

Korrosionsschutzsysteme lassen sich in drei Familien unterteilen: metallische Beschichtungen (Verzinken, thermisches Spritzen), organische Beschichtungen (Anstriche, Pigment/Bindemittel/Füllstoff) und Konversionsschichten (Phosphatieren, Chromatieren, Eloxieren). Etwa 80 % der industriellen Grundierungen basieren auf einer Konversions- oder Schutzschicht unter dem organischen Film – doch keines dieser Systeme übertrifft das Substrat, auf das sie aufgetragen werden, weshalb die Oberflächenvorbereitung immer an erster Stelle steht.

Korrosionsschutz ist selten nur ein einziger Farbanstrich. In der Praxis handelt es sich um einen Stapel von speziell entwickelten Schichten, die jeweils eine bestimmte Aufgabe erfüllen – und das Wissen, welche Schicht was bewirkt, erklärt, warum die darunterliegende Oberfläche in Ordnung sein muss, bevor überhaupt eine Schicht aufgetragen wird.

Drei Schutzfamilien

Die meisten Korrosionsschutzsysteme lassen sich in eine von drei Familien einteilen. Metallische Beschichtungen bringen eine Opfer- oder Barriereschicht aus einem anderen Metall auf das Substrat auf – dazu gehören das Feuerverzinken, thermisches (Metall-)Spritzen, galvanische oder elektroplattierte Beschichtungen und dampfabgeschiedene Schichten. Organische Beschichtungen sind Farben, Emaillen und Auskleidungen: ein Bindemittel, das Pigmente und Füllstoffe enthält und zu einem kontinuierlichen Film aushärtet. Konversionsschichten wandeln die obersten Mikrometer des Substrats selbst chemisch in eine korrosionsbeständigere, besser haftende Oberfläche um – Phosphatieren (Eisen- oder Zinkphosphat), Chromatieren (grünes oder gelbes Chromat) und Eloxieren (elektrochemische Oxidation, häufig bei Aluminium und Titan) sind die Hauptrouten.

Was eigentlich in einer Grundierung steckt

Eine Grundierung ist kein einzelner Inhaltsstoff. Sie besteht aus Schutzschichten, Pigmenten, Bindemitteln und Füllstoffen, die zusammenwirken – und schätzungsweise 80 % aller industriell eingesetzten Grundierungen basieren auf einer Art Konversions- oder Schutzschicht unter dem organischen Film, um ihre Langzeitwirkung zu erzielen. Das Pigment übernimmt die korrosionshemmende oder Barrierefunktion, das Bindemittel hält den Film zusammen und sorgt für Haftung, und Füllstoffe steuern Dicke, Kosten und mechanische Eigenschaften.

Warum das Substrat immer zuerst kommt

Keines dieser Systeme – metallisch, organisch oder Konversionsschicht – wird die Oberfläche übertreffen, auf die es aufgetragen wird. Verunreinigungen, Walzzunder, vorhandene Korrosion oder ein unzureichendes Ankerprofil werden eine Chromatumwandlungsschicht genauso leicht untergraben wie eine Zweikomponenten-Epoxidbeschichtung. Aus diesem Grund beginnt jede Beschichtungsspezifikation mit einem Oberflächenvorbereitungsstandard (typischerweise ISO 8501-1 oder SSPC) und nicht mit der Beschichtung selbst. In unserem Kontrollierten Vorbereitungssystem erfahren Sie, wie MontiPower®-Werkzeuge ein Substrat für jede dieser Schutzrouten vorbereiten, die eine Spezifikation erfordert, und in unserem Praxisleitfaden zum Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen erfahren Sie, wie diese Systeme in der Praxis spezifiziert werden.

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